Nr. 339
12. Juli 1947
Schreiben des Ministerpräsidenten Rudolf Paul an den Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Georg Appell zu Reparationsfragen

12. Juli 1947
Dr. P/He.
Herrn
Minister Dr. A p p e l l,W e i m a r

Von dem Leiter der Wirtschaftsabteilung der SMA, Herrn Kosloff, und von Herrn Generalmajor Smirnow wird mir der Vorhalt gemacht, dass Thüringen mit seinen Reparationsleistungen für das 1. und 2. Quartal 1947 mit insges. RM 36.000.000.-- im Rückstand geblieben ist. Die SMA vertritt den Standpunkt, dass im nächsten (3.) Quartal ein Teil dieses Rückstandes aufgeholt werden muss und der Rest im letzten Quartal.
Ich halte es für geboten, dass zwischen Ihnen und mir, und das entspricht auch den Ausführungen der Stellungnahme von Herrn Generalmajor Kolesnitschenko, bezüglich des Reparationsstandes laufender als bisher eine Verbindung aufrechterhalten wird. Deswegen darf ich Sie bitten, dass ab 1.August 1947 etwa alle 14 Tage entweder durch Sie selbst oder durch einen Beauftragten von Ihnen mir mündlich über den Stand der Reparationen Bericht erstattet wird, wobei rechtzeitig auf die bestehenden Schwierigkeiten bezüglich eines etwaigen Nichterfüllenkönnens da und dort hingewiesen wird.
P.
(Prof. Dr. Paul)

Quelle: Landesarchiv Thüringen – Hauptstaatsarchiv Weimar , Land Thüringen - Büro des Ministerpräsidenten, Nr. 1225, Bl. 103r (ms. Ausfertigung).