Nr. 393e
o. D. 1

Schreiben Rudolf Pauls an Hermann Brill


Dienstag
persönlich u. vertraulich .

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Doktor Brill !
Soeben hatte ich in eigener Sache eine längere Besprechung mit Herrn Oberst […….] 2 und eine kürzere mit Herrn Dr. Newman. Dabei hatte ich Gelegenheit, die mir bisher von Ihnen gewordenen Hilfen zur Kenntnis zu bringen und um Unterstützung meiner Frankfurter Pläne zu bitten. Die Militärregierung wird, wie ich Ihnen vertraulich mitteilen möchte, morgen Herrn Major Sola bei der Mil. Reg. in Frankfurt beauftragen, mich bei meinen dortigen Verhandlungen mit Herrn Oberbürgermeister Dr. Kolb, Herrn Präsident Petersen u. gegenüber allen sonstigen Stellen u. Personen bei meinen Bemühungen um Existenzgründung zu unterstützen. Ich wäre Ihnen zu Dank verbunden, wenn Sie sich in meine Zielrichtung einschalten würden. Zu meiner Freude hörte ich, daß Ihre Professur nun als unantastbar zu gelten hat. 3 Ich nehme die Gelegenheit gern wahr, Ihnen zugleich im Namen meiner Frau unsere herzlichsten Glückwünsche zu übermitteln.
Mit der Bitte, mich Ihrer sehr verehrten Gattin zu empfehlen, begrüße ich Sie bestens
als Ihr sehr ergebenerRudolf Paul.

Quelle: Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abt. 502, Nr. 3465, n. fol. (hs. Ausfertigung).

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