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          Historische Kommission Thüringen
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      <p>Nr. 51</p>
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        <hi rend="bold">Blut und Boden – anders gesehen</hi>
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      <p rend="center">
        Bodenreform, ein politischer Akt
        <note n="1" place="foot" xml:id="ftn1">Der Artikel des SPD-Landesvorsitzenden erschien in der gleichen Nummer der SPD-Zeitung „Tribüne“, die den Text des nach provinzsächsischem Muster geänderten Thüringer Bodenreform-Gesetzes (Dok. 44 h) abdruckte..</note>
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      <p rend="center">Von</p>
      <p rend="center">Dr. Hermann L. Brill</p>
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        Eine der verlogendsten Ideologien des Dritten Reiches war das Gewäsch vom Neuadel aus Blut und Boden. Von Darrè,
        <note n="2" place="foot" xml:id="ftn2">Richard (Ricardo) Walt(h)er Darré, NS-„Reichsbauernführer“, 1933 bis 1942 Reichsminister für Ernährung u. Landwirtschaft.</note>
        einem aus Argentinien nach Deutschland gekommenen, erfolglosen Schriftsteller, erfunden, der jahrelang auch im Thür. Landbund zu Weimar sein erbärmliches Leben fristete, bis er als Reichshungerminister dem Bauer Erbhofgesetz und Marktordnung auf den Nacken legte, diente dieser Rassenmythos dazu, den Eroberungskrieg gegen die Ostvölker als „Landnahme“ für viele ahnungslose Jungens einen „Sinn“ zu geben und zugleich zu Hause die Vorherrschaft des Großgrundbesitzes zu stabilisieren.
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      <p rend="justify">Im Grunde genommen haben damit die Nazis nur das fortgesetzt, was von Alters her immer das Ziel der Agrarpolitik der herrschenden Klassen auf dem Lande gewesen ist: einer gesellschaftlichen Oberschicht, die nie gearbeitet hat und nie arbeiten will, ein mit allen Genüssen erfülltes Leben zu sichern. In ihrer materialistischen Wahrheit gesehen, zeigt uns die Geschichte einen anderen Sinn von Blut und Boden. Denn solange wir denken können, ist der Boden mit dem Blut und Schweiß der Werktätigen getränkt. Thüringen ist ein besonders eindringliches und modernes Kapitel für die Lehre, daß sich hinter der Behauptung des Privateigentums am Großgrundbesitz nichts als blutiger Raub, Unterdrückung und Ausbeutung verbergen.</p>
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      <p rend="justify">Das war nicht immer so. Bis etwa 1200 herrschten auch bei uns die Markgenossenschaft freier Bauern, unter denen die Ritter nicht viel mehr waren als Führer im Krieg und Frieden. Aber nachdem das Jahrhundert der Hohenstaufischen Kreuzzüge und Italienfahrten diesen keine Befriedigung ihres Anspruchs auf ein dauerndes kriegerisches Herrenleben gebrachthatte, kam es in dieser Zeit zur großen Krise, die sich feudalistisch nach innen und imperialistisch nach außen entlud. „Nach Ostland wollen wir reiten“ riefen die Herren vom Deutschen Ritterorden; und Hochmeister aus Thüringischen Geschlechtern: Hermann von Salza, Konrad von Thüringen, Gerhard von Malberg, Heinrich von Hohenlohe, Anno von Sangerhausen, Hartmann von Heldrungen, Dietrich von Altenburg waren es, die zwischen 1230 und 1340 die politische Verantwortung dafür trugen, daß, wie die exakte Forschung jetzt festgestellt hat, nur rund 120 ritterliche Geschlechter aus Franken, Thüringen und Sachsen das Land östlich von Elbe und Weichsel unterjochten.</p>
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      <p rend="justify">Ihre zurückgebliebenen Verwandten aber verwandelten den freien Bauern in einen erbuntertänigen Hörigen, indem sie einfach mit Gewalt Lehen zu Eigentum machten. Der Bauernkrieg war die Antwort darauf. Zum ersten Mal zeigten Thüringens Bauern, wie sie das Wortspiel von Blut und Boden verstehen: sie schlugen die Aehre und Herren und wurden bei Frankenhausen selbst geschlagen – am Streitberg nördlich der Stadt floß das Bauernblut in Bächen. Wo thüringische Bauern später, im 18. Jahrhundert, ob in Amerika, Spanien oder Rußland ihr Blut als Soldaten vergossen, stets führte es zur Bereicherung ihrer Grundherren.</p>
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      <p rend="justify">Aber als im März 1848 Weimars Bauern unter Watzdorfs Führung den Schloßhof füllten, erhoben sie erneut den Ruf: das Land den Bauern! Wie politisch, so waren sie auch ökonomisch erfolglos. Sie durften die gutsherrlichen Lasten gegen Entschädigung ablösen, aber die Herren blieben Kirchen- und Schulpatron, und das Land behielten die Fürsten. Erst das Jahr 1918 nahm diesen die Domänen, aber wieder nur gegen Entschädigung. Sonst blieb alles beim Alten.</p>
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      <p rend="justify">
        Aber warum sollen wir so allgemein sprechen? Da ist unter uns einer, der ein Beispiel für viele und alles bedeutet: Carl Eduard, der letzte Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha, Grundherr, Volksfeind, Faschist
        <note n="3" place="foot" xml:id="ftn3">Carl Eduard (1884-1954); 1905/18 letzter regierender Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha; seit 1919 aktiver Förerer der NSDAP und anderer rechtsradikaler Gruppen; 1933 NSDAP-Beitritt; nach 1933 u.a. Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Reichskommissar der freiwilligen Krankenpflege, Reichsbeauftragter für das Kraftfahrwesen, NSKK-Obergruppenführer; Präsident der Deutsch-Englischen Gesellschaft; 1945/46 von der US-Armee verhaftet und interniert; 1950 im Spruchkammerverfahren als minderbelastet eingestuft.</note>
        – so verkörpert er in seiner Person und seinem Haus alles, was zu diesem Thema zu sagen ist. Als er 1905, kaum der deutschen Sprache mächtig, mit einem Privatvermögen von 5 Millionen Mark aus England ins Land kam, übernahm er schon eine böse Erbschaft. Denn 1848 hatte sein Vorfahr zustimmen müssen, daß das gesamte  Domänengut dem Volke übergeben wurde. Aber nach der politischen Niederlage erschwindelte sich die herzogliche Regierung schon 1852 ein Staatsgrundgesetz, das imPrinzip alles wieder aufhob, und 1855 wurden die Domänen Eigentum des herzoglichen Hauses.
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      <p rend="justify">
        Das ging nur ein Jahrzehnt gut. 1865 antwortete die Lütsche mit dem Aufstand. Das ganze Dorf wurde ausgerottet,
        <note n="4" place="foot" xml:id="ftn4">Das abgelegene, wirtschaftlich und sozial perspektivlose, mehrfach mit Bauverboten belegte gothaische Dorf Lütsche wurde nach dem Scheitern von Aussiedlungsprojekten von 1859 bis 1865 auf Anweisungen des Herzogs v. Sachsen-Coburg und Gotha nach Aufkauf des Besitzes durch den Domänenfiskus und Umsiedlung der Bewohner geschleift.</note>
        und aus den anderen Dörfern gingen Tausende nach Amerika. 1905 war die Lage unhaltbar geworden. Gegen den heftigsten Widerstand der Sozialdemokratie kam ein Domänenteilungsgesetz zustande, durch das die kleinere Hälfte an den Staat fiel. Aber der Herzog wollte alles haben. So bedrückte er das Volk in unmenschlicher Weise. Auf allen Straßen und Wegen im Domänengut ließ er Tafeln anbringen: „Privatweg. Betreten verboten“. Einer ganzen Stadt, Waltershausen, verweigerte er das Trinkwasser. Die sozialen Verpflichtungen gegen die Arbeiter wurden nicht beachtet: die Plackereien des Forstpersonals gegen die armen Leute im Wald nahmen überhand. Und während in den Waldgemeinden den Grünröcken die Kugeln um die Ohren pfiffen, kam es im Landtag zum Verfassungskonflikt. Obgleich das Oberlandesgericht den Beamten der Hofkammer den Charakter von öffentlichen Beamten zugesprochen hatte, nahm der Herzog, der sich derweil in Biarritz amüsierte, eine so unversöhnliche Haltung ein, daß alle Abgeordneten, ein paar konservative Lakaien ausgenommen, gegen seine Regierung stimmten; erst die Burgfriedenspolitik von 1914 deckte den Konflikt zu.
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      <p rend="justify">1918 wies Carl Eduard jedes Angebot zurück: Der Volksfeind hatte nichts gelernt! Nun kam die Entscheidung: am 31. Juli 1919 beschlossen 11 sozialdemokratische und 1 arbeiterparteilicher Abgeordneter gegen 3 Deutschnationale bei Stimmenthaltung der 4 Demokraten die entschädigungslose Enteignung! Und weil das Gesetz tatkräftig durchgeführt wurde, entwickelte sich der Herzog folgerichtig vom Volksfeind zum Faschisten. Schon 1922 finanzierte er Hitler in Coburg einen großen Deutschen Tag. Heldenmütig kämpften die Arbeiter, weigerten sich die Eisenbahner, die Züge zu fahren, umsonst: 1925 gab das Reichsgericht dem Faschisten das ganze Vermögen zurück.</p>
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      <p rend="justify">Nun begann ein wahrer Raubbau. Jahr für Jahr wurde über die Hausätze eingeschlagen, um den Faschisten Geld zu liefern. Zwar bestritt eine schwache bürgerliche Regierung 1929 dem Faschisten seine Ansprüche; umsonst, denn 1933 gaben die Herren Marschler und Sauckel ihrem Freunde rechtens alles, was Jahrhunderte bestritten hatten. – Aber der Nazismus ist nicht nur ökonomisch, sondern auch politisch ein gutes Geschäft. Schon 1932 war Carl Eduard unter den faschistischen Kandidaten für die Reichspräsidentenschaft. 1933 wurde erM. d. R. 1935/36, bei der Rheinlandbesetzung, verwandte ihn Hitler in vertraulicher diplomatischer Mission in Großbritannien. Dann wurde er Präsident der deutsch-englischen Gesellschaft und hatte von Hitler den Auftrag, die Engländer hinsichtlich der deutschen Kriegsvorbereitungen zu betrügen. Mit der Militarisierung des Deutschen Roten Kreuzes, zu dessen Präsidenten ihn Hitler gemacht hatte, schuf er eine der wichtigsten Voraussetzungen für den faschistischen 2. Weltkrieg. Während des Krieges schickte ihn Hitler 1940 auf eine Weltreise, auch Roosevelt stattete er dabei einen Besuch ab, um ihn einzulullen und für den faschistischen Angriff wehrlos zu machen. Als NSKK-Obergruppenführer war er an der Spitze des Führerkorps der NSDAP.</p>
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      <p rend="justify">
        Soll dieser Volksfeind par exzellence der größte Grundbesitzer Thüringens bleiben? Was ist denn sein Privateigentum? Hausallod, Hausfideikommiß und Ernst-Albert-Fideikommiß sind „heimgefallene Reichslehen“, also Landräuberei; Lichtenberger Fideikommiß und Schmalkalder Forsten gehören ins Kapitel „Blut und Boden“: Das Lichtenberger Fideikommiß ist erworben aus der Kriegsentschädigung, die die Herzöge 1815 für das in Tirol, Spanien und Rußland vergossene Blut ihrer Landeskinder erhielten, die Schmalkaldener Forsten sind das Blutgeld für die Schlacht bei Langensalza am 19. Juni 1866.
        <note n="5" place="foot" xml:id="ftn5">Die Schlacht zwischen hannoveranischen und preußischen Truppen bei Langensalza im Krieg zwischen Preußen und dem Heer des Deutschen Bundes fand am 27.6.1866 statt; sie endete mit dem Rückzug der zahlenmäßig unterlegenen preußischen Einheit; wenige Tage später aber musste das Königreich Hannover kapitulieren; es wurde von Preußen annektiert und zur preußischen Provinz.</note>
        Nur wer die Dummheit und Frechheit eines Nazisten besitzt, kann da von Privateigentum reden. Weil Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha ein Landräuber von Geburt, ein unbelehrbarer Volksfeind, ein bewußter Faschist, ein vorsätzlicher Kriegsverbrecher ist, habe ich schon am 25. April dieses Jahres schriftlich von der amerikanischen Militärregierung den Zugriff auf sein Vermögen verlangt, am 20. Mai, leider vergeblich, wiederholt. Ich war glücklich, am 6. Juli wenigstens die Beschlagnahme verfügen zu können.
        <note n="6" place="foot" xml:id="ftn6">Dok. 8 g; auf der BdS-Landeskonferenz vom 8.7.1945 löste die entsprechende Mitteilung Brills großen Beifall aus (Dok. 9 b).</note>
        Sie wurde von der Bevölkerung der eingeforsteten Gemeinden freudig begrüßt. Die Enteignung durch die Bodenreform ist nun das letzte Wort, das das Volk zu sprechen hat.
      </p>
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      <p rend="justify">
        Und die anderen Fürsten? Sie sind alle 1925 einem Fürstenverein beigetreten, der bezweckte, das Geraubte, was 1918 verloren gegangen war, wieder zu rauben. In diesem Verein haben sie alle 1935 beschlossen, sich Hitler zur Verfügung zu stellen. Das genügt. Wem es nicht genügt, erinnere sich, daß Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach vor 1914 einen Ruhlaer Arbeiter bei Wilhelmsthal kurzerhand erschoß,
        <note n="7" place="foot" xml:id="ftn7">1917 wurde ein aus Ruhla stammender Wilderer im Wilhelmthaler Revier angeschossen und verblutete; in Ruhla vermutete man, der bei der Bevölkerung höchst unbeliebte Großherzog habe den Wilderer angeschossen; der Vorfall wurde später in einer Wahrheit und Gerüchte untrennbar vermischenden Weise kolportiert und es verfestigte sich der Eindruck, Wilhelm Ernst habe im Jähzorn  gehandelt – vgl. Post/Werner: Herrscher (2006/F), S. 179 f.</note>
        Bernhard von Meiningen als Generalinspekteur des alten Heeres einer der größten Militaristen war, der Altenburger auf Kosten des Volkes bei Kahla für Frl. Mieze Triebel ein Liebesnest bauen ließ und alles verjubelte, dieweil seine Frau in Jena auf milde Gaben angewiesen war, die edlen Herren und Damen von Schwarzburg in den Schlössern von Schwarzburg und Sondershausen durch gemietete Diebe Mitte der 20er Jahre einfach Gold und Silber stehlen ließen und der Theaterprinz von Reuß Parteigenosse der NSDAP war wie sein Kollege von Coburg-Gotha. Ich hoffe, daß das nun genügt.
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      <p rend="justify">Wie die Großen, so die Kleinen. Aller Großgrundbesitz ist Raub. Ob es sich um die reichsunmittelbaren Geschlechter von Ober-Gleichen, Stollberg-Stollberg, Stollberg-Roßla, die Herren von Schönburg, den ursprünglich reichsritterschaftlichen Besitz, oder den niederen Adel der Herren von Berlepsch, von Müffling, von Schierholz, von Wangenheim, von Münchhausen, von Seebach, von Minkwitz, von Trützschler handelt – es ist immer dasselbe. Deshalb gilt für den thüringischen Adel dasselbe, was in Ostelbien richtig ist: er muß dem Volke geben, was des Volkes ist.</p>
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      <p rend="justify">Auch die Kapitalisten und Faschisten, die sich in den Großgrundbesitz geflüchtet haben, müssen geben. Da ist der kapitalistische Adel des Großherzoglichen Kammerherrn von Eichel-Streiber. Das Geld, mit dem er sich ankaufte, stammt aus der Spinnerei, derselben, aus der Thüringens größter sozialpolitischer Sohn, Prof. Ernst Abbe, berichtet, daß sein Vater in ihr 14 Stunden ausgebeutet wurde. Von Kopf bis Fuß mit Schweiß und Blut bedeckt, ist auch dieses Kapital zur Welt gekommen – es nützt ihm nichts, sich im Großgrundbesitz zu verstecken.</p>
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      <p rend="justify">
        Damit endlich das Satyrspiel bei diesem furchtbaren Ernst nicht fehlt, muß auch Herr Marschler, der nach 4jährigiger Nazi-Ministerpräsidentenschaft
        <note n="8" place="foot" xml:id="ftn8">Willy Marschler (NSDAP); 1930/31 Staatsrat, 1932/33 Finanz- und Wirtschaftsminister in der thüringischen Landesregierung; 1933/45 Ministerpräsident, Wirtschafts-, Finanz- und Volksbildungsminister des Landes Thüringen.</note>
        schon so viel „verdient“ hatte, daß er sich ein Gut kaufen und damit vom stellungslosen Handlungsgehilfen zum „Erbhofbauern“ befördern konnte, zurückgeben, was ihm nicht gehört.
      </p>
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      <p rend="justify">So ist die Bodenreform ein politischer Akt. Sie krönt einen politischen Kampf, den wir in Thüringen geführt haben, seitdem die ersten sozialdemokratischen Abgeordneten in den Landtagen saßen. Sie soll einen gesellschaftlichen Fäulnisherd, aus dem schließlich der Faschismus entstanden ist, vernichten, Wohlstand für viele und Frieden für alle schaffen.</p>
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      <p rend="justify">Quelle: Tribüne, 19.9.1945.</p>
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